Dagmar Strauß

Dagmar Strauß

ICH-orientierte TraumaIntegration

Die Basis meiner „ICH-orientierten TraumaIntegration“ bildet die IoPT nach Prof. Dr. Franz Ruppert.
In Verbindung mit den Elementen aus körperbasierten Psychotraumatherapien (siehe oben), habe ich eine eigene ICH-zentrierte, traumalösende und rückbindungsfokussierte Methode entwickelt. Der Schwerpunkt meiner theoretischen und praktischen Arbeitsweise bildet die Kunst der empathischen und trauma-sensitiven Prozessbegleitung.
Im Zentrum meiner Selbstbegegnungsarbeit steht der Rückbindungsprozess an das individuelle und gesunde ICH.
Haben wir als Baby keine gesunde und haltgebende Bindung erlebt, konnten wir auch nicht die notwendigen Schritte in die Autonomie gehen.
„Ohne Bindung keine Autonomie“ – beide bedingen einander!
Damit wir uns zu einem Erwachsenen mit gesunder Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Beziehungsfähigkeit entwickeln können, braucht es in uns eine liebevolle Selbstverbundenheit.
Die frühkindlich erlebte Bindungstraumatisierung können wir heute als Erwachsene durch innere Rückbindungsprozesse an unser individuelles und gesundes ICH „nachholen“. Durch diesen Bindungsvorgang baut sich nach und nach ein stabiler, gut abgegrenzter ICH-Raum in unserer Psyche auf. So entsteht das verkörperte Gefühl eines inneren sicheren „Hafens“. Auf diese Weise erlangen wir die Fähigkeit, uns nicht nur aus den ungesunden familiären Anhaftungen, sondern auch aus den mehrgenerationalen Fremdgefühlen des Familiensystems zu lösen. So kann sich Schritt für Schritt ein klares, individuelles ICH-gebundenes Identitätsgefühl entwickeln.
Um das Selbstmitgefühl des Klienten zu aktivieren, steht in meiner intensiven Prozessbegleitung der Kontakt des Klienten zu seinem ICH und zu seinen Selbstanteilen im Vordergrund und erst zweitrangig die Aufdeckung seiner Traumatisierungen.
Da die erste resonanzgeprägte Begegnung des Klienten mit seinem ICH aus dem Anliegen für mich zentral ist, lade ich den Klienten ein, seine Selbsterforschungsreise mit dem ICH-Stellvertreter zu beginnen.
Über die Berührung mit den Händen kommt es zum ersten Blick- und Kontaktaustausch mit dem ICH. Dieser intimen Begegnung und ihrer subtilen Dynamik gebe ich Raum und spiegele und kommentiere diesen Austauschprozess durch erklärende Psychoedukation. Das hat den Vorteil, dass der Klient im Augenblick des gegenwärtigen Erlebens auch versteht, was gerade in der Dynamik mit seinem ICH (d.h. im Selbstkontakt) in ihm geschieht.
Schon in dieser zentralen ersten Kontaktaufnahme zeigt sich in wunderbar anschaulicher Art und Weise, mit welchem Blick die Mutter des Klienten ihn als Baby angeschaut und gespiegelt hat.
Der Blick und die innere Haltung der Mutter, mit der sie auf uns geschaut hat, verinnerlichen wir später als Blick auf uns selbst (auf unser ICH).
Im weiteren Verlauf der Selbstbegegnung wird das eigene ICH immer mehr zum Referenzpunkt für Orientierung, Unterstützung und der emotionalen Regulierung, wenn weitere Elemente wie traumatisierte Selbstanteile, Täter-Opfer-Dynamiken oder andere Personen sich zeigen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt in meinem Verständnis von Traumaintegration ist, dass der Klient während seiner Traumabegegnung die Erwachsenenposition nicht verlässt, damit er sich nicht in regressiven Gefühlen verliert. Nur als Erwachsener im Hier und Jetzt können wir im Heute unserem inneren bindungstraumatisierten Kind von damals die notwendige Liebe, Sicherheit, Halt, Zugehörigkeit und Orientierung geben, die es damals gebraucht hätte, um sich gesund zu entwickeln. Diese tiefe Sehnsucht ist heute noch in unserem Zellgedächtnis verankert und „zwingt“ uns ständig, die Erfüllung bei anderen Menschen zu suchen.
“Bindungen haben uns als Babys traumatisiert und neue Bindungserfahrungen heilen”

Neben der Kunst der Integrations-Begleitung in der Gruppen-ICH-Begegnung habe ich eine entsprechende Einzelsitzungs-Methode entwickelt, bei der auch die Rückbindungsprozesse und der Kontaktaufbau zum ICH durch das Arbeiten mit Bodenankern in Form von Stofftieren oder Gegenständen im Vordergrund steht.
In meinem Workshop stelle ich meine von mir entwickelte Traumaintegrations-Arbeit ausführlich theoretisch vor und werde sie durch Fragen der Teilnehmer vertiefen. Für ein besseres praktisches Verständnis zeige ich genehmigte Videomitschnitte aus ICH-Begegnungen in der Einzel- und Gruppenarbeit.
Bei Interesse gibt es die Möglichkeit mit Teilnehmern des Workshops eine Selbstbegegnung mit einem ICH-Resonanzgeber und/oder eine Einzelsitzung zu begleiten.

Zu meiner Person:
1962 geboren und Mutter von drei erwachsenen Söhnen.
Ich bin seit 1991 Heilpraktikerin in eigener Praxis und seit 2011 spezialisiert auf Trauma-Integration und Identitätsentwicklung in der Einzel- und Gruppenselbstbegegnungsarbeit.

Von 2010 bis 2016 Aus- und Weiterbildung in der Selbstbegegnung nach IoPT von Prof. Dr. Franz Ruppert.
Weitere Ausbildungen in Somatic Experiencing / SE (Dr. Peter A. Levine – USA), Neuroaffektives Beziehungsmodell/ NARM® (Dr. Laurence Heller – USA), Bindungspsychotherapie (Prof. Dr. med. Karl-Heinz Brisch und Thomas Harms) u.v.m.
Seit 2017 leite ich meine Schule für gesunde ICH-Entwicklung in der ich eine 2jährige Ausbildung in ICH-orientierter TraumaIntegration anbiete.
In den Büchern „Frühes Trauma“ und „Mein Körper, mein Trauma, mein ICH“ von Prof. Dr.Franz Ruppert habe ich jeweils als Co-Autorin einen Artikel veröffentlicht.

Dagmar Strauß – ICH-ORIENTIERTE TRAUMAINTEGRATION

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