Marina Hoff

Trauer und Trauma – wie Folgen von Traumatisierungen das Trauern erschweren

Abschiede, Trennungen und Verlusterlebnisse gehören in die Entwicklung und das Leben eines jeden Menschen. Die darauf erfolgende Trauer stellt eines der grundlegendsten Gefühle dar, die ein Mensch zur Verfügung hat.
Um Verlusterlebnisse verarbeiten zu können, benötigen Menschen einen aktiv auseinandersetzenden Trauerprozess, in dem der Verlust durchschmerzt, validiert und integriert werden kann.

Verschiedene Umstände, Risiken und Gegebenheiten, häufig bereits vorausgegangene Traumatisierungen, plötzliche oder gewaltsam zugefügte Verluste, symbiotische oder traumatische Bindungen und Verstrickungen können einen aktiven Bewältigungsprozess erschweren oder verhindern. Besonders häufig zeigen sich erschwerte, „traumatisierte“ Trauerprozesse nach Verlusten von Lebenspartner*innen und nach plötzlichem oder durch Erkrankungen verursachtem Kindertod.
In diesen Fällen hilft es den Betroffenen häufig, sich durch eine Trauerbegleitung Unterstützung zu suchen. Meine Erfahrungen in der Arbeit mit trauernden Erwachsenen, Eltern, Kindern und Jugendlichen, in der ambulanten Begleitung, in Trauergruppen sowie in Hospizen für Kinder und Erwachsene sind weitreichend und zeigen oftmals Zusammenhänge zwischen erfahrenen Traumatisierungen und Erschwernissen in der Trauerbewältigung. Eine traumasensible Trauerbegleitung benötigt die Berücksichtigung der Wirkungsweisen von Traumatisierungen, die Auswirkungen auf die Verarbeitung und damit verbundene innerpsychische Dynamiken.
Selbstbegegnungen können es den Betroffenen ermöglichen, bestehende postthanatale Traumafolgen zu verringern und somit eine innere Integration des (ursprünglichen) Verlustes anzubahnen und zu ermöglichen. Auf einer solchen Grundlage kann eine positive, aktiv-bewältigende Trauerverarbeitung gelingen.

Marina Hoff, geb.1983
Diplom Pädagogin, Sonderpädagogin, Mediatorin nach Richtlinien BM, Weiterbildung in der IoPT nach Prof. Dr. Franz Ruppert (IGTV), Trauer- und Sterbebegleiterin, Somatic Experiencing Practitioner
In Bremen und Norddeutschland berate und begleite ich Menschen nach Traumatisierungen, Verlusterlebnissen, in Krisen oder Sterbeprozessen. Ich biete Einzel- und Gruppensettings für Privatpersonen und Institutionen an und gebe Seminare für Kitas, Schulen und Universitäten zu den Themenfeldern Umgang mit Traumatisierungen, Abschied und Verlust sowie Kommunikation.

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